Fehlersuche

Beispiel

Unsere WordPress-Seite hätte den Url http://meinwp.domain.at

Administrationsseite erreichbar

Wenn es Fehler beim Aufruf einzelner Seiten gibt aber man noch die Administrationsseite /wp-admin aufrufen kann, kann man durch temporäres Ausschalten der PlugIns feststellen, ob es sich um einen Fehler von WordPress oder um einen Fehler in einem der installierten PlugIns handelt.

Ebenso kann man mit dem Thema verfahren. Man aktiviert ein anderes (einfaches) Thema, um eine eventuelle Fehlerursache dadurch zu eliminieren.

Administrationsseite nicht erreichbar

Gehen wir davon aus, dass beim Aufruf von http://meinwp.domain.at sich gar nichts meldet.

Zuerst testen wir, ob eine statische Seite aufrufbar ist. Dazu rufen wir auf:

http://meinwp.domain.at/liesmich.html

Wenn die Seite angezeigt wird, ist der Webserver in Ordnung. Wenn die Seite nicht angezeigt wird, dann sollte man andere bekannte Referenzseiten wie zum Beispiel http://fiala.cc aufrufen, die am selben Server laufen oder die Statusseite http://status.ccc.at. Diese Statusseite gibt Aufschluss über die Erreichbarkeit des Webservers.

Wenn der Webserver nicht erreichbar ist, müssen wir uns darum kümmern; bitte um eine Mail an support{at}clubcomputer.at.

Wenn aber andere Seiten funktionieren und nur die eigene „spinnt“, geht man weiter so vor:

Man geht in das Website-Panel und dort mit dem Dateimanager in den Ordner wwwroot. In diesem Ordner legt man eine neue Datei mit dem Namen phpinfo.php an und als Inhalt schreibt man:

<?php
phpinfo():
?>

Jetzt ruft man diese Datei auf:
http://meinwp.domain.at/phpinfo.php

Meldet sich die Statusseite von PHP, dann ist PHP korrekt am Server installiert und der Fehler liegt woanders.

Meldet sich aber PHP nicht, dann ist im Allgemeinen der so genannte Application-Pool angestürzt. In diesem Fall empfehlen wir folgende Vorgangsweise:

https://panel.ccc.at -> Website meinwp.domain.at -> Erweiterungen

PHP von der aktuell eingestellten Version auf eine andere Version ändern (meist sind die zwei letzten Versionen installiert) und den Versuch, die Seite

http://meinwp.domain.at/phpinfo.php

aufzurufen, wiederholen. Der Fehler könnte behoben sein. Wenn nicht bitte an support{at}clubcomputer.at schreiben.

Sollte aber das auch funktionieren, dann sollte man sich bei der deutschen WordPress-Seite eine aktuelle WordPress-Version downloaden und mit Ftp auf den Server übertragen, entpacken und alle Dateien in wwwroot verschieben. Die Konfigurationsdatei wird dabei nicht überschrieben, weil sie in den Installationsdateien nicht enthalten ist. Ebenso werden upgeloadete Bilder dadurch nicht angetastet. Sollte es sich daher um einen Defekt bei der WordPress-Installation gehandelt haben, sollte er nach diesem „Auffrischen“ aller Dateien entfernt worden sein.

Wenn dieses „Auffrischen“ auch keinen Erfolg bringt, dann könnte es sein, dass ein PlugIn oder das Thema der Übeltäter ist. Man geht daher mit dem Dateimanager im WebsitePanel (https://panel.ccc.at) in den Ordner wp-content. Dort schaltet man im Ordner plugins alle PlugIns aus, indem man die einzelnen Ordnernamen umbenennt (statt akismet schreibt man akismet-disabled). Danach startet man WordPress neu. Jetzt sollte WordPress starten und man kann daran gehen, die PlugIns der Reihe nach auf Fehler zu untersuchen.

Backup händisch erstellen

Was muss man sichern?

  1. Datenbank
  2. Bilder und Dateien
  3. Konfiguration

Datenbank sichern

Alle Texte und Einstellungen sind in der WordPress-Datenbank enthalten.

Um ein Backup von der Datenbank zu erstellen, geht man in das WebSitePanel (https://panel.ccc.at)

  • MySql-Datenbank -> Browse Database.
  • Im phpMaAdmin die Datenbank (zum Beispiel wp_name) anklicken.
  • Menüpunkt „Exportieren“
  • Exportiere Tabellen der Datenbank „wp_name“ („Schnell“) -> OK
  • Datenbank wird als Text auf den eigenen Rechner downgeloadet.

Sollte alles kaputt gehen, legt man wieder eine gleichnamige Datenbank an und verwendet den Menüpunkt „Importieren“.

Damit werden alle Tabellen und ihre Inhalte wiederhergestellt.

Bilder und Dateien sichern

Alle upgeloadeten Bilder, PlugIns und Themen befinden sich im Ordner wwwroot\wp-content

Es genügt, alle Dateien in diesem Ordner mit Ftp auf den eigenen Rechner downzuloaden.

Im Wiederherstellungsfall wird WordPress neu installiert und dann dieser Ordner vom Backup überschrieben.

Alle anderen Verzeichnisse muss man nicht sichern, die kann man jederzeit durch eine Neu-Installation von Word-Press wiederherstellen.

Konfiguration sichern

Die wichtigste Datei zur Wiederherstellung einer WordPress-Installation ist die Datei wwwroot\wp-config.php

In dieser Datei ist die Datenbank-Konfiguration enthalten und auch die Schlüssel zur Validierung der Passwörter.

Diese Datei muss man nach einer eventuellen Neuinstallation von WordPress in den Ordern wwwroot zurück übertragen.

Andernfalls kann man keine Verbindung zur Datenbank herstellen.


Wenn man also WordPress händisch sichert, dann muss man diese drei Schritte ausführen.

Es geht auch automatisch und dazu gibt es im folgenden Artikel eine Auswahl von Programmen:

Hier werden ein paar Backup-Lösungen beschrieben:
http://wp.clubcomputer.at/2015/10/backup-am-client/